Sportvereinsmitgliedschaft stärkt die Motorik und damit die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

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Neue Studienergebnisse im Rahmen des Kinder Bewegen Kongresses „Daten für Taten“

Am 21. März 2025 wurden auf dem Kongress “Kinder bewegen” am KIT in Karlsruhe die neuesten Ergebnisse der MoMo-Studie 2.0 vorgestellt - mit aktuellen Erkenntnissen über die motorische Leistungsfähigkeit und die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Die dsj war als langjähriger Partner ebenfalls auf dem Kongress vertreten und freut sich über die wertvollen neuen Erkenntnisse, die die Daten der aktuellen MOVE FOR HEALTH-Studie zum Bewegungsverhalten von Kindern und Jugendlichen ergänzen. Gemeinsam geben beide Studien einen umfangreichen Überblick zum Sport- und Bewegungsverhalten junger Menschen.

Zentrales Ergebnis beider Studien: Bewegung, Spiel und Sport sowie die Mitgliedschaft im Sportverein sind für die ganzheitlich, gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen von hoher Bedeutung. Wer im Sportverein aktiv ist, profitiert - motorisch, sozial, körperlich und gesundheitlich. Luca Wernert nahm als dsj-Vorstandsmitglied, im Rahmen des Kongresses an der abschließenden Podiumsdiskussion teil und fasst zusammen: „Die MoMo-Studie 2.0 mit ihrem Fokus auf Motorik und körperliche Aktivität sowie die MOVE FOR HEALTH-Studie mit Schwerpunkt auf psychosoziale Gesundheit und Sportverhalten zeigen klar: Es braucht mehr Bewegungsförderung, denn diese bedeutet eine Investition in eine ganzheitliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Politisches Handeln ist das Gebot der Stunde, an wissenschaftlichen Erkenntnissen mangelt es nicht länger!“

Zentrale Ergebnisse der MoMo-Studie 2.0 sind:

  1. Kinder und Jugendliche, die dauerhaft in einem Sportverein aktiv sind, weisen eine bessere motorische Leistungsfähigkeit als Nicht-Mitglieder auf. Die regelmäßige Teilnahme an Wettkämpfen führt zu noch besseren motorischen Fähigkeiten.
  2. Erstmalig weisen Mädchen ein ähnliches Aktivitätsniveau auf wie Jungen, auch wenn sie weiterhin seltener im Sportverein vertreten sind.
  3. Ein besonderer Förderbedarf hinsichtlich der motorischen Entwicklung besteht vor allem für Kinder und Jugendliche aus Familien mit beidseitigem Migrationshintergrund, niedrigem Sozialstatus sowie Übergewicht und Adipositas. Zudem sind diese Risikogruppen seltener im Sportverein.
  4. Die Sportvereinsmitgliedschaft wirkt sich positiv auf die physische und psychische Gesundheit der Kinder und Jugendlichen aus. Allerdings liegt insbesondere die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen noch immer unter dem Vor-Corona-Niveau.

Die aktuellen Ergebnisse aus den beiden Kinder- und Jugendstudien MoMo 2.0 und MOVE FOR HEALTH zeigen, dass Sportvereine weiter gestärkt werden müssen. Es gilt, den Zugang für ALLE Kinder und Jugendlichen – insbesondere für sozial benachteiligte Gruppen und Mädchen – zu sichern und gezielte, passgenaue Angebote zu schaffen. Denn regelmäßige Bewegung ist die Grundlage für eine gut entwickelte Motorik, die wiederum als Gesundheitsressource gilt.

Unterstützung bieten die dsj und ihre Mitgliedsorganisationen. Trainer*innen können ihr Training mit Hilfe von ICOACHKIDS weiterentwickeln und sich konkrete Bewegungsideen aus den dsj-Bewegungskalendern holen. Eltern können sich über www.dsj.de/eltern sowie über den Flyer „Bewegung, Ernährung und Entspannung“ und die Eltern-Info „Bewegung und Sport für Kinder“ informieren und direkt unter www.bewegungslandkarte.de passende Vereinsangebote und Bewegungsorte für ihre Kinder finden. Kinder- und Jugendärzt*innen können ihre Beratungsleistung seit kurzem mit Hilfe des Rezepts für Bewegung für Kinder und Jugendliche stützen. Weitere Infos gibt es auch auf der Website der dsj.


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